Wer in diesem Sommer im Supermarkt nach seinem gewohnten Haferdrink gesucht hat, hat ihn vielleicht nicht gefunden. Nicht weil er weg wäre, sondern weil er anders heißt. Gleich drei große Händler haben ihre pflanzlichen Eigenmarken neu benannt und die alten Namen leben in Rezepten, Foren, Testberichten und Einkaufszetteln weiter. Hier ist, was sich geändert hat, was gleich geblieben ist und wie wir damit in der Datenbank umgehen.
REWE: aus Bio + vegan wird Bio pflanzlich
REWE hat seine pflanzlichen Eigenmarken in zwei Linien geordnet. Die Bio-Produkte, bisher unter "REWE Bio + vegan", heißen jetzt "REWE Bio pflanzlich". Dazu kommt "REWE Beste Wahl Pflanzlich" für konventionelle Produkte, darunter der Barista Hafer Zero, für den REWE deutschen Hafer angibt. Bei den Haferdrinks betrifft das den Hafer Drink ohne Zucker, die glutenfreie Variante, den Barista Hafer-Soja Drink, den No Muhh Hafer-Soja-Drink, den Matcha Hafer-Drink und den Hafer Drink ohne Zuckerzusatz. Die Rezepturen haben sich nach unserem Abgleich nicht geändert, die Verpackung schon. Wer den alten Karton kennt, findet den neuen mit demselben Inhalt.
EDEKA: aus My Veggie wird Herzstücke
EDEKA hat die Linie My Veggie in die Dachmarke Herzstücke überführt. Die No-Milk-Produkte, also die milchähnlichen Drinks in Natur, Schoko und Vanille, laufen jetzt unter "EDEKA Herzstücke No Milk". Die Bio-Haferdrinks stehen unter "EDEKA Bio". Ein Produkt führen wir noch mit dem Status "Altname": den My Veggie Barista Hafer mit Soja, dessen aktueller Nachfolger wir noch nicht eindeutig zuordnen konnten. Sobald wir das Etikett des Nachfolgers geprüft haben, verbinden wir beide Einträge.
Kaufland: aus K-Take It Veggie wird K-PLANT BASED
Kaufland hat seine Eigenmarke komplett umbenannt. Bio Hafer, Hafer Barista, Hafer 0 % Zucker, No Milk 1,8 % und 3,5 % sowie Hafer Vanille laufen jetzt unter K-PLANT BASED. Auch hier deuten die Etiketten auf unveränderte Rezepturen hin, wir prüfen das aber Produkt für Produkt nach, weil bei Kaufland zusätzlich regionale Sortimentsunterschiede zwischen den Märkten bestehen.
Warum Händler das tun
Der Begriff "veggie" hat für viele Kunden zu sehr nach Nische geklungen, "pflanzlich" oder "plant based" nach Mainstream. Mit 38 Prozent Haushaltsreichweite bei Pflanzendrinks und 60 Prozent Handelsmarkenanteil sind diese Produkte längst Massenware und die Namen ziehen nach. Ein zweiter Grund ist die Struktur: Händler wollen Bio und konventionell klar trennen, weil beide Linien unterschiedliche Preislagen und Zielgruppen haben. Für dich als Käufer ist das erst mal nur Verwirrung. Mittelfristig wird das Regal dadurch übersichtlicher.
Was wir in der Datenbank machen
Wir löschen keine alten Namen. Jedes umbenannte Produkt behält seinen alten Namen als Alias, damit die Suche ihn findet. Ändert sich nur der Name, bleibt es dasselbe Produkt mit derselben Rezepturversion. Ändert sich auch die Rezeptur, legen wir eine neue Version an und die alte bleibt mit Gültigkeitszeitraum sichtbar. Der Status "Altname" markiert Einträge, bei denen die Zuordnung zum Nachfolger noch offen ist. So findest du auch im Herbst 2026 noch, was in einem Test von 2023 als "REWE Bio + vegan glutenfrei" stand. Die aktuellen Namen und Markenhalter aller Eigenmarken stehen im Markenverzeichnis, das wir bei jeder Umbenennung nachziehen.
Was du prüfen solltest
- Zutatenliste vergleichen, wenn du auf ein Merkmal angewiesen bist: glutenfrei, ohne Soja, zuckerfrei. Ein neuer Name ist ein guter Moment für einen Lieferantenwechsel.
- Nährwerttabelle: Bei unveränderter Rezeptur bleibt sie identisch. Weicht sie ab, ist es eine neue Version.
- Bio-Siegel: Bei REWE gehört das Bio-Siegel jetzt zur Linie "Bio pflanzlich", "Beste Wahl Pflanzlich" ist konventionell.
Passend dazu
- Eigenmarke oder Markenprodukt: Lohnt der Aufpreis beim Haferdrink?
- Ökobilanz von Haferdrink: Was belegt ist und was Marketing
Quellen
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