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Haferdrink ohne Sonnenblumenöl, ohne Rapsöl, ohne Zusatzstoffe: 3 Produkte

Wasser, Hafer, Salz. Mehr braucht ein Haferdrink nicht, und trotzdem haben die meisten Öl und ein paar Zusätze. Hier stehen die, die darauf verzichten, und was das für Geschmack und Kaffee heißt.

Warum überhaupt Öl

Was das Öl im Haferdrink macht

Hafer hat von Natur aus rund sieben Prozent Fett, im fertigen Drink bleibt davon kaum etwas übrig. Deshalb setzen fast alle Hersteller ein bis drei Prozent Sonnenblumen- oder Rapsöl zu. Das Öl gibt Mundgefühl, verhindert, dass der Drink wässrig wirkt, und ist bei Barista-Rezepturen die Grundlage für Schaum. Ohne Öl ist ein Haferdrink dünner, schmeckt aber deutlicher nach Hafer, und er hat 10 bis 25 kcal weniger je 100 ml.

Wer Öl meidet, tut das meist aus drei Gründen: wegen Sonnenblumenöl, das manche wegen des hohen Omega-6-Anteils kritisch sehen, wegen der Kalorien, oder weil sie ein Produkt mit möglichst kurzer Zutatenliste wollen. Alle drei Gründe sind legitim, keiner ist zwingend. Rapsöl hat ein günstiges Fettsäureprofil, und ein bis drei Prozent Öl sind im Rahmen einer normalen Ernährung unbedeutend. Wir bewerten das nicht, wir listen es.

In unserer Datenbank tragen 3 Produkte das Merkmal "ohne Öl", weil die Zutatenliste kein zugesetztes Öl nennt. Das ist eine kleine Gruppe, und sie wächst langsam. Die bekanntesten Vertreter sind der Oatly Haferdrink Bio mit nur Wasser, Hafer und Meersalz und der Bayernglück Hafer Drink Barista, der ohne Öl trotzdem als Barista-Drink positioniert ist.

Die Tabelle

Haferdrinks ohne zugesetztes Öl

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Haferdrinks, die laut Zutatenliste ohne zugesetztes Öl auskommen, Werte je 100 ml.
ProduktkcalZuckerFettProteinMerkmale
Bayernglück Hafer Drink Barista481,9 g0,8 g1,1 gBaristaRegional
Oatly Haferdrink Bio393,4 g0,5 g1,1 gBioNatur
Allos Hafer Ohne Öln. a.n. a.n. a.n. a.Bio

n. a. heißt: noch nicht erfasst, nicht null. Auf dem Handy lässt sich die Tabelle seitlich schieben, die Produktspalte bleibt stehen. Sortieren und filtern kannst du im Produktfinder.

Zusatzstoffe

Was "ohne Zusatzstoffe" bedeutet und was nicht

Ein Zusatzstoff im rechtlichen Sinn ist ein Stoff mit E-Nummer, der einem Lebensmittel zu einem technologischen Zweck zugesetzt wird. Bei Haferdrinks sind das vor allem Säureregulatoren wie Kaliumcarbonat (E 501), Dikaliumphosphat (E 340) oder Calciumphosphat (E 341), Verdickungsmittel wie Gellan (E 418) und Emulgatoren wie Lecithine (E 322). Öl, Salz, Hafer, Erbsenprotein und Zichorienfasern sind keine Zusatzstoffe, sondern Zutaten. Vitamine und Mineralstoffe zur Anreicherung sind rechtlich ebenfalls keine Zusatzstoffe.

Ein Naturdrink aus Wasser, Hafer, Öl und Salz ist also frei von Zusatzstoffen, auch wenn Öl drin ist. Ein Barista-Drink ist es fast nie, weil der Säureregulator genau der Stoff ist, der das Flocken im Kaffee verhindert. Wer beides will, keinen Zusatzstoff und Schaum, hat es schwer: Dann bleibt mehr Öl, ein Sojaanteil für Eiweiß oder ein Produkt wie Bayernglück, das mit 13,5 Prozent Hafervollkornmehl arbeitet. Ob das im Kännchen hält, gehört zu den Fragen für unseren Barista-Test.

So findest du sie

Im Produktfinder gibt es den Filter "Ohne Öl". Für "ohne Zusatzstoffe" gibt es keinen eigenen Filter, weil wir die Zutatenlisten noch nicht bei allen Produkten vollständig erfasst haben. Bis dahin hilft die Faustregel: Bio-Naturdrinks ohne Barista-Zusatz haben in aller Regel keine Zusatzstoffe, und die Zutatenliste auf der Rückseite hat höchstens vier Einträge. Alles mit E-Nummer oder mit Phosphat im Namen fällt raus.

Ohne Öl im Kaffee

Ehrlich: schwierig. Ohne Fett und ohne Säureregulator flockt der Drink im heißen Espresso leicht und schäumt kaum. Für Filterkaffee mit einem Schuss geht es, für Cappuccino nicht. Wer den Kaffee ohne Öl will, nimmt den Drink lauwarm statt kalt und gießt den Kaffee in den Drink, nicht umgekehrt. Warum das hilft, steht im Ratgeber Warum Haferdrink im Kaffee flockt.

Selber machen ist die konsequenteste Variante

Wer wirklich nur Hafer, Wasser und Salz will, macht den Drink selbst. Das dauert eine Minute im Mixer, kostet 20 Cent je Liter und enthält exakt das, was du reingibst. Das Rezept und die Gründe, warum er schleimig wird, wenn du es falsch machst, stehen im Ratgeber Haferdrink selber machen.

Kurz beantwortet

Häufige Fragen

Ist Sonnenblumenöl im Haferdrink schlecht?

In den Mengen von ein bis drei Prozent nicht. Sonnenblumenöl hat viel Omega-6-Fettsäuren, was bei hohem Verzehr diskutiert wird, aber ein Glas Haferdrink enthält davon weniger als ein Löffel Nüsse. Wer es trotzdem meiden will, findet Produkte mit Rapsöl oder ganz ohne Öl.

Warum haben so wenige Haferdrinks kein Öl?

Weil Öl das Mundgefühl liefert, das die meisten Käufer erwarten, und weil Barista-Drinks ohne Fett nicht schäumen. Ein Drink ohne Öl schmeckt dünner und deutlicher nach Hafer. Das mögen nicht alle, deshalb ist es eine Nische.

Sind Vitamine und Calcium Zusatzstoffe?

Rechtlich nein. Zusatzstoffe sind Stoffe mit E-Nummer und technologischem Zweck, etwa Säureregulatoren oder Verdickungsmittel. Vitamine und Mineralstoffe zur Anreicherung fallen unter eine eigene Verordnung. Ein angereicherter Drink kann also "ohne Zusatzstoffe" sein.

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Schreib uns eine kurze Mail mit Produktname und wenn möglich einem Foto von Zutaten und Nährwerten. Wir prüfen die Angaben und tragen sie nach, meistens innerhalb weniger Tage.

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